++ Sechs Sportler, viel Mut und wertvolle Erfahrungen im Ring ++
Am vergangenen Wochenende stand für unseren FSV Bentwisch der Greifipokal in Rostock auf dem Programm. Mit insgesamt sechs gemeldeten Boxern ging unser Team an den Start. Dabei standen nicht nur sportliche Leistungen, sondern vor allem Mut, Weiterentwicklung und das Sammeln wertvoller Erfahrungen im Mittelpunkt.
Unsere drei jüngsten Teilnehmer Hannah Heyn, Jonas Weder und Oskar Ostrowski waren für das Sportboxen gemeldet. Dieses Format richtet sich an Nachwuchssportler ohne bisherige Wettkampferfahrung und bietet die Möglichkeit, sich unter wettkampfnahen Bedingungen im Sparring mit anderen Anfängern auszutauschen.
Für unsere drei erwachsenen Sportler Richard Wolf, Hanno Krüger und Max Wilcke ging es ins Newcomerboxen. Auch hier richtet sich das Format an Boxer ohne Kampferfahrung. Eine Besonderheit: Das Newcomerboxen ist ausdrücklich auch für Erwachsene jeden Alters gedacht. So konnte mit Max sogar der älteste Teilnehmer der gesamten Veranstaltung in den Ring steigen.
Hannah Heyn war bestens vorbereitet und hochmotiviert, ihre ersten Erfahrungen im Ring zu sammeln. Leider konnte keine passende Gegnerin gefunden werden, sodass Hannah an diesem Tag kampflos blieb. An ihrer Bereitschaft und ihrem Ehrgeiz hat das jedoch nichts geändert!
Jonas Weder trat in einer Dreiergruppe gegen Sportler aus Schwerin und Wismar an. Besonders sein ausgeprägter Kampfeswille sowie sein bereits fortgeschrittenes technisches und taktisches Verständnis hinterließen einen starken Eindruck. Jonas überzeugte auf ganzer Linie und zeigte, was in ihm steckt. Das Trainerteam ist sehr stolz auf seine Entwicklung! Auch
Oskar Ostrowski hatte es mit zwei Gegnern aus Schwerin und Altentreptow zu tun. Er wusste ebenfalls zu überzeugen und stellte sein Können unter Beweis. Besonders sein gutes Auge für die richtigen Lücken und die daraus resultierenden Treffer waren sehenswert. Eine starke Leistung!
Für Richard Wolf ging es gegen einen Gegner aus Neubrandenburg. Mit großer Aufregung, aber auch viel Entschlossenheit stieg Richard in den Ring und konnte direkt überzeugen. Mehrere gute Treffer, darunter jeweils ein Wirkungstreffer in der ersten und zweiten Runde, führten dazu, dass der Ringrichter seinen Gegner anzählen musste. Besonders hervorzuheben waren Richards gutes Distanzgefühl, seine Anpassungsfähigkeit an den Gegner und die konsequente Umsetzung der Anweisungen aus der Ringecke. Leider kam es in den letzten zehn Sekunden der dritten Runde zu einer ungünstigen Situation mit einem Treffer auf den Hinterkopf, weshalb der Kampf abgebrochen werden musste. Unabhängig davon hinterließ Richard einen hervorragenden Eindruck und konnte das Trainerteam mit seiner Leistung absolut überzeugen.
Hanno Krüger musste sich gleich auf zwei unterschiedliche Gegner aus Rostock und Ribnitz-Damgarten einstellen. Eine Herausforderung, die er gut meisterte. Die Anpassung an die unterschiedlichen Gegner bereitete ihm kaum Schwierigkeiten. Zwar musste Hanno aufgrund einiger Lücken in seiner Deckung den einen oder anderen Treffer hinnehmen, konnte seinerseits aber ebenso wirkungsvoll austeilen. Auch er zeigte eine überzeugende Leistung und nahm wertvolle Erfahrungen mit nach Hause.
Eine ganz besondere Geschichte schrieb Max Wilcke. Mit seinen beiden Gegnern aus Groß Laasch und Rostock war er ebenfalls in einer Dreiergruppe. Sich unabhängig vom Alter dieser Herausforderung zu stellen, erfordert Mut, Entschlossenheit und eine gute Portion Selbstvertrauen. Max konnte bei beiden Begegnungen wertvolle Erfahrungen sammeln. Auch zwei wirkungsvolle Treffer brachten ihn nicht aus dem Konzept. Stattdessen fokussierte er sich direkt neu und kämpfte konzentriert weiter. Eine starke Einstellung, mit der er das Trainerteam ebenfalls sehr zufriedenstellte.
Erfahrung statt Ergebnis Beim Sport- und Newcomerboxen gibt es bewusst keine Urteile. Alle Begegnungen finden als wettkampfnahes Sparring unter Aufsicht eines Ringrichters statt. Es gibt somit weder Sieger noch Verlierer. Was am Ende zählt, sind die gesammelten Erfahrungen, die persönliche Entwicklung und der Mut, sich der Herausforderung im Ring zu stellen. Das Trainerteam des FSV Bentwisch, bestehend aus Rüdiger Hohenberg, Pepe Ziehmens und Ben Golombek, ist mehr als stolz auf seine Sportler. Rüdiger Hohenberg bringt es auf den Punkt: „Allein die Bereitschaft zu zeigen, dass man hier teilnehmen und kämpfen will, zeugt von viel Mut und Willen, worauf man selbst sehr stolz sein kann.“ Natürlich nehmen wir auch einige technische und taktische Erkenntnisse aus den Begegnungen mit. An den ein oder anderen Fehlern werden wir in den kommenden Trainingseinheiten gezielt arbeiten, um bei den nächsten Veranstaltungen wieder einen Schritt nach vorne zu machen.
Gerade unsere Kinder und Jugendliche sollen zukünftig verstärkt auf richtige Wettkämpfe und die im Frühjahr anstehenden Landesmeisterschaften vorbereitet werden. Mit dem gelungenen Auftakt beim Greifipokal erhoffen wir uns erfolgreiche zukünftige Wettkämpfe.
Auch abseits des Rings stark vertreten Neben unseren Sportlern war auch Sandra Kroll als Kampfrichterin vor Ort. Sie vertrat den FSV Bentwisch sowohl als Ringrichterin als auch als Punktrichterin. Zunächst begleitete sie die offiziellen Wettkämpfe der Schüler und Kadetten, bevor sie anschließend auch das Sportboxen unterstützte. Auch für Sandra war es ein rundum gelungenes Erlebnis!
Ein ganz besonderer Dank geht außerdem an unsere zahlreichen Trainingskameradinnen und Trainingskameraden, die vor Ort waren, um unser Team lautstark zu unterstützen. Kein anderer Verein konnte an diesem Tag eine vergleichbare Zuschauerzahl aufbieten! Dieser Zusammenhalt macht uns unglaublich stolz. Wir merken immer wieder, wie viel unseren Sportlern die Unterstützung aus den eigenen Reihen bedeutet.
Ein zusätzliches Dankeschön geht an Leo und Emily, die freiwillig mit dabei waren und unser Trainerteam tatkräftig unterstützt haben. Unser Fazit: Sechs gemeldete Sportler, viele wertvolle Erfahrungen, starke Leistungen und ein unglaublicher Zusammenhalt. Wir sind stolz auf jeden Einzelnen, der sich dieser Herausforderung gestellt hat. Genauso sieht Vereinsleben aus!